Das Inven­tar der Migra­ti­ons­be­griffe inter­ve­niert in die aktu­el­len Diskus­si­o­nen über Flucht und Migra­tion. Es lenkt den Blick darauf, dass die Begriffe, mit denen über Migra­tion gespro­chen und gestrit­ten wird, das Produkt von gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Kontro­ver­sen sind und dass sich ihre Bedeu­tun­gen immer wieder verschie­ben – dass sie also histo­risch gewor­den und gemacht sind.

Das Inventar der Migrationsbegriffe stellt Schlüsselbegriffe aus den aktuellen Debatten über Migration vor und diskutiert, wie diese historisch geworden sind, wie sie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen verwendet werden und wie sich ihre Bedeutung über die Zeit verändert. Damit verfolgt es drei Ziele: Erstens leistet das Inventar einen Beitrag zu mehr sprachlicher Sensibilität in den aktuellen Auseinandersetzungen über Migration; zweitens gibt es einen Einblick in gesellschaftliche Selbstverständigungsprozesse, indem es die Begriffe und Wissensbestände beleuchtet, mit denen über die gesellschaftlichen Effekte von Mobilität und Diversität diskutiert und gestritten wird; und drittens möchte es die Leser:innen dazu motivieren, sich informiert und reflektierend in Diskussionen über Migration einzumischen.

Das Inventar ist eine stetig wachsende Online-Plattform. Es startet mit einer Auswahl von Einträgen, die monatlich um einen neuen Begriff ergänzt werden. Auf diese Weise bietet das Inventar langfristig ein umfangreiches Reservoir an Begriffsanalysen, die einen vertieften Einblick in die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Migration erlauben.

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